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Reifenpanne? Möglichst schnell wieder im Sattel!
Schnellspanner statt Hightech – warum mein R5 beim Radwechsel im Vorteil ist
Bei der Suche nach Möglichkeiten, einen Reifenwechsel noch schneller zu machen, bin ich auch auf das Legend-Wheels-DUAL-System gestoßen.
Die Idee dahinter ist clever: Das Hinterrad lässt sich bei einem entsprechend ausgestatteten Rennrad wechseln, während die Kassette am Fahrrad bleibt. Gerade im Rennbetrieb mit Ersatzlaufrädern kann das wertvolle Sekunden sparen.
Allerdings gibt es einen Haken: Das System ist für moderne Rennräder mit Steckachsen und Scheibenbremsen konzipiert. Mein Cervélo R5 von 2017 hat dagegen klassische Schnellspanner und Felgenbremsen.
Und genau das ist beim Radwechsel gar kein Nachteil.
Schnellspanner – altbewährt und ziemlich praktisch
Während bei modernen Rennrädern häufig erst eine Steckachse herausgeschraubt werden muss, funktioniert der Ausbau bei meinem R5 ganz unkompliziert.
Brems-Schnellöffnung betätigen, Schnellspanner öffnen, Hinterrad herausnehmen – fertig. Bei Bedarf muss die Schnellspannermutter etwas gelöst werden.
Beim Einbau kommt das Laufrad wieder sauber in die Ausfallenden, der Schnellspanner wird sicher geschlossen und die Bremse zurückgestellt.
Kein zusätzliches Werkzeug und keine herauszuschraubende Steckachse.
Gerade nachts, irgendwo auf einer langen Ultracycling-Strecke, ist das ein echter Pluspunkt.
Warum ich trotzdem kein Ersatzlaufrad mitnehme
Natürlich wäre es am schnellsten, bei einer Reifenpanne einfach das komplette Laufrad auszutauschen.
Aber bei unseren Unsupported-Rennen ist das kaum sinnvoll. Schließlich müssten Diana und ich die Ersatzlaufräder selbst transportieren.
Und ein zusätzliches Hinterrad am Rennrad? Das wäre dann doch etwas übertrieben.
Deshalb bleibt meine Lösung deutlich einfacher:
Schnellspanner öffnen, Laufrad ausbauen, Aerothan-Schlauch wechseln, mit der elektrischen Minipumpe von ANOUTWAY aufpumpen und weiterfahren.
Die CO₂-Kartusche bleibt als Backup dabei.
Was bringt mir das gegenüber einem modernen Steckachsensystem?
Beim reinen Ausbau kann der klassische Schnellspanner durchaus schneller sein, weil kein Gewinde vollständig herausgedreht werden muss.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Schnellspanner grundsätzlich besser ist. Steckachsen bieten andere konstruktive Vorteile, insbesondere bei modernen Scheibenbremssystemen.
Für mein R5 mit Felgenbremsen ist die vorhandene Lösung aber leicht, einfach und für einen schnellen Schlauchwechsel bestens geeignet.
Mein Fazit: Manchmal ist die alte Technik genau richtig
Moderne Schnellwechselsysteme sind spannend. Aber nicht jede technische Innovation bringt bei unserem Einsatz tatsächlich einen Vorteil.
Mit meinen ENVE-Laufrädern, klassischen Schnellspannern, Schwalbe Aerothan-Schläuchen mit Clik Valve und der elektrischen Minipumpe von ANOUTWAY habe ich eine Kombination, die auf einen unkomplizierten Pannenstopp ausgelegt ist.
Und falls der Akku streikt, wartet noch die CO₂-Reserve.
Jetzt muss nur noch der Reifen mitspielen.
Denn das schnellste Pannenset ist immer noch das, das man gar nicht erst auspacken muss. 😉